----------- Trommelkreise ----------- Drumcircles und Trommelunterricht

Jetzt in einer Trommelgruppe mitspielen

Angebote zum sofortigen Einstieg in Trommelgruppen siehe unter Termine


Unterschiede zwischen Drumcircles und Trommelgruppen

Während im Drumcircle vor allem das intuitive, unmittelbare Erlebnis des Spielens im Vordergrund steht, kann man in den Trommelgruppen tiefer in die Welt der Rhythmen einsteigen. Hier beschäftigen wir uns intensiv mit Musik aus Westafrika und wollen spezielle Schlagtechniken und überlieferte Rhythmen trainieren. Während Drumcircles einmalige oder gelegentliche Aktivitäten sein können, an denen man auch ohne Übung teilnehmen kann, treffen sich Trommelgruppen regelmäßig über einen längeren Zeitraum. Auf Anfrage biete ich auch gerne individuelle Trommelworkshops in Ihrer Einrichtung an.

 

Das Djembé-Orchester

In den Trommelgruppen spielen wir vor allem im traditionellen Djembé-Orchester, das zusätzlich zu mehreren Djembé-Trommeln aus den drei Basstrommeln Kenkeni, Sangban und Dundumba und den dazugehörigen Glocken besteht. Die traditionellen westafrikanischen Rhythmen bestehen zwar aus einfachen Grundelementen, die sich jedoch zu hochkomplexen Mustern verknüpfen lassen. Regelmäßiges Üben ist, wie bei allen anderen Musikrichtungen auch, zur Beherrschung der Instrumente erforderlich.

          

Lehrmethoden

Angelehnt an traditionelle afrikanische Lehrmethoden werden Rhythmen zunächst mündlich vermittelt und durch Nachahmung kennen gelernt. Schriftliche Aufzeichnungen werden zwar auch benutzt, sollen aber vor allem als Gedächtnisstütze dienen. Die Musik sollte auswendig gespielt werden. Durch Umsetzung der Rhythmen auf unterschiedlichen Instrumenten, Bewegungsübungen und die Einbeziehung von Gesängen und Wortspielen wird das rhythmische Verständnis gestärkt und neue Erinerungsmuster angelegt. Da die Menschen den Lernstoff auf sehr unterschiedliche Weise verarbeiten, wird jeder Rhythmus auf möglichst vielfältige Arten vermittelt, um verschiedene Wege zum Verständnis anzubieten.

                

Gemeinsamer Fortschritt im Trommelkreis

Die afrikanische Trommelmusik entsteht erst aus dem Zusammenklang mehrerer Trommelstimmen. Das tiefere Verständnis dieser Polyrhythmik ist wesentlicher Bestandteil des Lernprozesses. Daher wird Trommeln grundsätzlich als Gruppenunterricht angeboten. Aus der Gruppe, die sich regelmäßig im Trommelkreis trifft, entsteht so mit der Zeit ein auftrittsreifes Ensemble. Der Schwierigkeitsgrad der Arrangements wird dabei dem jeweiligen Stand der Gruppe individuell angepasst.

          

Jenseits der Grenzen afrikanischer Musik

Zurzeit leite ich vier fortlaufende Trommelgruppen in den Musikschulen Bad Münder und Springe. Dies erlaubt es mir, hin und wieder auch die Grenzen der traditionellen afrikanischen Musik zu überschreiten. So haben meine Trommelgruppen im Rahmen von Projekten bereits gemeinsam mit Trompetenensemble, Kinderchor, Flötengruppe und Rockband gespielt. Grundsätzlich stehe ich solchen Projekten und Experimenten aufgeschlossen gegenüber, um auch die gegenseitige Toleranz gegenüber anderen Musikrichtungen zu fördern. Wir lernen zwar traditionelle, afrikanische Musik. Viele Aspekte der Kulturen, aus denen sie entstanden ist, bleiben uns aber verschlossen. Auch wenn wir afrikanische Instrumente spielen, bleiben wir Europäer. Wir solten unser Trommelspiel als Ausdruck und Bereicherung unseres eigenen Musikempfindens begreifen. Genreübergreifende Aktionen bieten eine gute Gelegenheit dafür.